Hashimoto Thyreoditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Durch eine überschiessende Reaktion des Immunsystems greifen Immunzellen Schilddrüsenzellen an und führen zu einer chronischen  Entzündung. Man unterscheidet zwei Formen des M. Hashimoto: i) hypertrophe (=Vergrößerung der Schilddrüse) und atrophe (=Verkleinerung der Schilddrüse).

Die Ursache die zu einer Hashimoto Thyreoiditis führt ist derzeit unbekannt. Aufäälig dabei ist, dass M. Hashimoto tritt mit anderen Autoimmmunerkrankungen, wie Diabetes mellitus Typ I (=Insulin abhängige Zuckerkrankheit), Zöliakie und M. Addison auf. 

Am Anfang der Erkrankung stehen Symptome der Schilddrüsenüberfunktion, wie Schwitzen, Herzrasen und Nervosität im Vordergrund, die im Laufe der Erkrankung von Beschwerden, die mit einer Schilddrüseunterfunktion (Müdigkeit, Gewichtszunahme, erhöhte Kälteempfindung) einhergehen, abgelöst werden. Bei den meisten Patienten ist der Krankheitsverlauf leicht, kann aber auch zu massiven Symptomen führen.

Die Diagnose der Hashimoto-Thyreoditis wird mittels Blutbild, Ultraschall und Gewebsanalyse durchgeführt.

Bei Blutbefund sind neben TSH, T3, T4 aber vorallem die Thyreoperoxidase-Antikörper (TPO-AK), Thyreoglobulin (TG-AK). Am häufigsten sind die TPO-AK bei Patienten mit Hashimoto Thyroiditis erhöht.

Als weiteres wichitges Diagnostikum ist der Ultraschall. Hierbei zeigt sich, dass das Schilddrüsengewebe inhomogen und echoarm ist. Im Doppler-Sonogramm ist das Gewebe deutlich stärker durchblutet, als gesunde Schilddrüsen. 

Durch die histologische Aufbereitung und Befundung durch den Pathologen kann man die Diagnose M. Hashimoto stellen. Unter dem Mikroskop findet man i Gegegnsatz zur gesunden Schilddrüse eine dichtes Entzündungsinfiltrat. 

Therapie

Die Hashimoto-Threoditis ist nicht heilbar aber man kann schrittweise mit dem Ersatz des Schilddrüsenhormons beginnen. Eine operative Entfernung der Schilddürse sollte dann durchgeführt werden wenn kalte Knoten nachweisebar sind. Aktuelle Studien konnte zeigen, dass das Auftreten von Schilddrüsenkrebs in Patienten mit M. Hashimoto deutlich häufiger auftritt als in Patienten mit sonst gesunder Schilddrüse und Knoten.

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