Komplikationen

Die Wahrscheinlichkeit dass Komplikationen nach Schilddrüseneingriffen eintreten, richten sich nach der Art, Ersteingriff oder nicht und besonders nach dem Ausmass der Resektion. 

Lähmung des Stimmbandnerven (Nervus laryngeus recurrens) 

ist sicherlich die gefürchteste Komplikationen nach Schilddrüseneingriffen. Um die Komplikationsrate von einem verletzten Nerv so gering wie möglich zu halten, muss man immer den Nerv mit Hilfe eines speziellen Monitorings intraoperativ überwachen. Operativ muss man immer den Nerv aufsuchen, verfolgen und unter Sicht des Nerven das Schilddrüsengewebe entfernen. Die Rate der Stimmlippenlähmungen nach Schilddrüsenoperationen liegt interntional unter 0.5%.

Dauerhaft erniedrigter Kalziumspiegel 

tritt dann auf, wenn man versehentlich oder im Rahmen von Tumorresektion beabsichtig die Nebenschilddrüsen entfernt hat. Die Blutversorgung der Nebenschilddrüsen ist sehr dünn und dadurch sehr anfällig. Dadurch kann diese bereits durch geringste Traumata unterbrochen werden. Um hier den Ausfall der PTH Produktion so gering wie nur möglich zu machen, sollte immer im Zweifelsfall Nebenschilddrüsengewebe entweder in den M. sternocleidomastoideus oder M. pectoralis autotransplantiert werden. Einen vorübergehenden erniedrigten Kalziumspiegel lässt sich bei ca 5-10% aller Patienten beobachten.

Nachblutung 

ist heutzutage eine sehr selten gewordene Komplikation. Durch sorgfälltige Gewebspräparation mit der Lupenbrille, die ich bei jeden operativen Eingriff trage, durch sorgfälltige Koagulation, Ligation und Clipping aller Gefässe, können sehr effizient mögliche postoperative Blutungen verhindert werden. 

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