Nebenschilddrüsen Adenom


Allgemeines

Die vier Nebenschilddrüsen werden auch medizinisch Glandulae parathyroideae genannt und liegen zwischen der Hinterfläche der Schilddrüsenkapsel und der Luftröhre. Diese endokrinen Drüsen bilden das Parathormon (=PTH) welches wiederum Kalzium- und Phosphat im Körper steuert. Bei Bedarf aktiviert PTH Knochenabbauende Zellen in den Knochen und löst Kalzium heruas. Somit steigt der Kalzium Wert im Blut und bei ausreichender Kalzium Knzentration sinkt glöeichzeitig die Produktion von PTH in den Nebenschilddrüsen.

Die Häufigste Erkrkankung der Nebenschilddrüsen ist die Überproduktion von PTH (=Hyperparathyroidismus) ausgelöst durch ein sogennantes Adenom. Ein Adenom ist eine gutartige Vermehrung von Nebenschilddrüsenzellen. Die Diagnose beruht dabei auf eine erhöhte Kalziumkonzentration im Blut mit einer gleichzeitg erhöhten PTH Produktion. 

Klinisch wird zeischen einem primären, sekundären und tertiären Hyperparathyroidismus unterschieden.

Beim primären Hyperparathyroidismus handelt sich um ein Nebenschilddrüsenadenom welches vermehrt und unkontrolliert PTH produziert. Die Ursache ist in 85% ein gutartige Vergrößerung der Nebenschilddrüse, seltener sind 2 oder alle 4 Drüsen betroffen. In ca. 1% aller Fälle ist die Ursache eines primären Hyperparathyroidismus ein Nebenschilddrüsenkarzinom. 

Der sekundäre Hyperparathyroidismus entsteht als Reaktion auf eine nicht funktionstüchtige Niere. Die Niere verliert aufgrund ihrer Unterfuntion Kalzium. Um disen Verlust zu kompensieren, muss einerseits PTH vermehrt produziert werden und andereseits vermehrt Kalzium aus den Knochen herausgelöst werden. 

Von einem tertiären Hyperparathyroidismus spricht man dann, wenn Patienten die an einem sekundären Hyperparathyroidismus erkrankt sind, eine Nierentransplantation bereits hinter sich gebracht haben, und dennoch weiterhin an einem Hyperparathyroidismus leiden.

Bei erst Erstdiagnose von Patienten mit primären Hyperparathyroidismus fallen erhöhte Kalziumwerte im Rahmen von Routineuntersuchungen auf. Wenn Symptome auftreten, dann sind diese unspezifisch (Bluthochdruck, verminderte Knochendichte), oder wie beim sekundären Hyperparathyroidismus neben der Nierenfunktionseischränkung, Ermüdbarkeit, psychische Veränderungen, Durchfall und Knochenschmerzen.

Die Diagnose wird mit erhöhten Kalzium-, PTH- und Phosphatwerten im Blut gestellt. Darüberhinaus werden Ultraschall, Sestamibi Scans und eventuell MRT eingestzt um die betroffene(n) Drüse(n) zu lokalisieren. Zusätzlich müssen bei jedem Patienten andere Ursachen für einen Hyperparathyroidisumus ausgeschlossen werden.

Die Therapie bei Nebenschilddrüsenadenomen und Hyperparathyroidismus ist die chirurgische Entfernung der Drüse(n) in Vollnarkose. Bei Patienten it sekundärem Hyperparathyroidismus kann eine Zeitlang medikamentös  der Kalziumspiegel niedrig gehalten werden. Aber auch hier ist eine chirurgische Entfernung der Drüsen notwendig.

Unterfunktion der Nebenschilddrüse

Die häufigste Ursache für das Vorliegen einer Unterfunktion der Nebenschilddrüse ist die Entfernung während eines operativen Eingriffes (Schilddrüsenentfernung), entweder versehentlich oder bewusst beim Vorliegen eines bösartigen Tumors. 

Die Symptome bei einem Kalziummangel sind Missempfindungen und Kribbeln an Händen, Mund und Füßen. Als schweres Symptom des Hypoparathyroidismus ist die Tetanie die sich durch sehr schmerzhaften Muskelkrämpfe, Angst und Atemnot darstellt.

Die Diagnose des Hypoparathyreoidismus wird durch erniedrigte Kalzium-, Phosphat-, und PTH Spiegel bestimmt.

Als Dauertherapie bei Hypoparathyreoidismus wird der Kalziumspiegel mit Kalziumtabletten in Kombination mit Vitamin D3 auf Normalniveau im But gehalten.

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