Parathyroidea Karzinom

Das Karzinom der Nebenschilddrüse ist ein sehr seltenes Karzinom des Menschen. Es kommt in nur 1% aller Patienten vor, die einen erhöhten Kalziumspiegel im Blut aufweisen. Die Ursache für die Entstehung ist bis dato ungeklärt. 

Die Patienten haben als erstes Symptom Diarrhoen (=Durchfall), einen massiv erhöhten Kalziumspiegel im Blut, der widerum zuerst medikamentös eingestellt werden muss. Manche Patienten stellen sich auch erstmalig mit einem vergrösserten Knoten am Hals vor, oder mit Heiserkeit, wenn der Tumor den Stimmbandnerv, den Nervus layryngeus recurrens, beschädigt hat. 

Die Diagnostik schliesst die klinische Untersuchung, Hals-Ultraschall und CT/MR ein. Bei klinischer Verdachstdiagnose auf ein Vorliegen eines Nebenschilddrüsen Karznom sollte auf eine FNAB verzichtet werden, da einige Studien die Befürchtung geäussert haben, dass Tumorzellen verschleppt werden können. Die Schwierigkeit ein Nebenschilddrüsenkarzinom als solches zu identifizieren liegt in der Gewebsanalyse. Oft haben die Pathologen Schwierigkeiten den Tumor als invasiv und aggressiv zu klassifizieren, da es bis heute noch immer keinen verlässlichen Tumormarker für dieses Karzinom gibt.

Die Therapie der Wahl besteht in der vollständigen Entfernung der betroffenen Nebenschilddrüse, aller benachbarten Lymphknoten, aber auch der anliegenden Schilddrüse. Ob eine postoperative Bestrahlung durchgeführt werden soll oder nicht ist in der Fachwelt umstritten. 

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