Schilddrüsenknoten

Im allgemeinen unterscheidet man bei der Schilddrüse zwischen einer i) funktionellen Störung, d.h. hormonelle Über- (M. Basedow) oder Unterfuntion (Hashimoto Thyreoditis) und ii) einer Gewebsvergrößerung (=Struma, Kropf) ohne Knotenbildung oder durch ein oder mehrere Knoten. 

Epidemiologische Studien konnten zeigen, dass das Auftreten von tastbaren Knoten bei etwa 9% liegt, mit einer etwas höheren Fallzahl bei Frauen als bei Männer. Hingegen ist die Rate an entdeckten Knoten mit Hilfe des Hals-Ultraschalles wesentlich höher und liegt zwischen 19%-67%.

Die Ursache für das Auftreten von Knoten und Struma ist unbekannt aber vorallem Jodmangel stellt einen bedeutenden Risikofaktor dar. Um diesen Jodmangel auszugleichen vergrößert sich die Schilddrüse oder es entstehen Knoten. Genetische Ursachen, familiäre Vorbelastung haben ebenfalls einen Einfluss auf die Knotenbildung, wie Strahlenexposition (Tschernobyl, Fukushima…) oder immunologische Erkrankungen (z.B.: Hashimoto Thyroiditis).

Die meisten Patienten sind beschwerdefrei, wenn sie das erstemal wegen eines Knotens vorstellig werden. Ist der Kropf aber sehr ausgeprägt, berichten die Patienten von einem kosmetischen Problem (massive Zunahme des Halsumfanges), Würge-Engegefühl, Fremdkörpergefühl im Hals oder sogar über Schluckbeschwerden. Ist die Stimme verändert, heiser oder gar nicht mehr vorhanden muss immer ein bösartiger Prozess ausgeschlossen.

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